Brrrrrr! Der Winter steht vor der Tür – höchste Zeit, dass Sie Haus und Garten winterfest machen und auf die frostige Jahreszeit vorbereiten. In unserem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus vor Winterschäden schützen und Ihre Pflanzen unbeschadet ins Frühjahr bringen.

So machen Sie Ihr Haus winterfest 

Wenn es um Ihr Haus geht, müssen Sie vor allem an vier Bereiche denken: Dach, Türen, Fenster und Heizungsanlage. Sie wollen undichte Stellen vermeiden, welche Heizkosten in die Höhe treiben! 

Tipp 1: Dachschäden ausbessern

Ihr Dach sollte sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Selbst kleine Schäden können im Winter durch Schnee oder Eis schnell größer werden – dann sind teure Reparaturen unumgänglich. Bessern Sie sämtliche Dachschäden deshalb vor dem ersten Frost aus! Überprüfen Sie außerdem den Zustand der Regenrinnen, damit Sie Wasserschäden vermeiden. 

Wichtig: Dachrinne und Fallrohre sollten frei von Laub sein. Im Winter müssen Regen, Schnee und Schmelzwasser problemlos abfließen können! 

Tipp 2: Fenster und Türen abdichten 

Sind Ihre Türen und Fenster dicht? Undichte Fenster und Türen lassen warme Luft entweichen, kalte Außenluft eindringen – und treiben Heizkosten in die Höhe. Das können Sie vermeiden, indem Sie Fenster und Türen im Herbst nachjustieren und abdichten. Besonders leicht können Sie undichte Stellen mit Räucherstäbchen aufspüren – vor allem, wenn es draußen windig ist. Achten Sie bei Türen auf den Spalt unter der Tür. Sollte dieser zu groß sein, bietet sich zum Beispiel eine Bürstendichtung oder ein Zugluftstopper an. 

Tipp 3: Heizungsanlage warten 

Kontrollieren Sie Ihre Heizungsanlage, damit Sie Winterschäden und teure Reparaturen vermeiden. Am besten reinigen Sie den Heizungskessel oder Ofen und checken außerdem Ihre Heizkörper. Rost am Heizkörper lässt auf undichte Stellen schließen. Wenn Sie dagegen ein Gluckern hören, enthält das Heizwasser Luftblasen und eine Entlüftung ist nötig. Blubbernde Heizanlagen haben einen bis zu 15 Prozent höheren Energieverbrauch! Bitten Sie einen Fachmann um Hilfe. Bereits kleine Änderungen an der Einstellung können Kosten sparen – etwa bei der Vorlaufzeit. 

Tipp 4: Frostschutz wählen 

Sie erwarten viel Eis und Schnee? Dann ist ein Frostschutz eine Überlegung wert – Wege und Einfahrten sollten immer sicher begehbar und befahrbar sein. Nutzen Sie dafür ein Streusalz oder Sand. Wege sollten regelmäßig von Schnee befreit und gut gestreut werden. Auch in Gebäuden ist es wichtig, auf Frostschutz zu achten. Grundsätzlich sollten Sie einen Heizkörper nie komplett ausstellen – nutzen Sie lieber die “Stern”-Stellung oder Stufe 1. In Räumen ohne Heizung, wie dem Keller oder der Garage, sollten sie Wasserleitungen abstellen. Lassen Sie das Wasser vollständig aus der Leitung fließen, denn gefrorenes Wasser dehnt sich aus und kann die Leitungen beschädigen. Denken Sie auch an Regenwassertonnen, Gartenschläuche und andere Dinge die Wasser beinhalten und der Kälte ausgesetzt sind. 

Tipp: Sie lagern Getränke außerhalb des Hauses zum Beispiel in einer Garage? Schützen Sie die Flaschen vor dem Frost, da diese sonst platzen können.  

Tipp 5: Außenbeleuchtung prüfen 

In der dunklen Jahreszeit sollten alle Wege, Garagen, Haustüren und Treppen gut beleuchtet sein. Überprüfen Sie, ob alle Glühbirnen funktionieren und schauen Sie sich auch die Kabel an. Schwache Lampen wollen Sie für den Winter eventuell gegen helle Außenleuchten austauschen. 

Tipp 6: Mauerwerk, Wasserleitungen und Solaranlagen 

  • Überprüfen Sie das Mauerwerk auf Risse und Löcher. Sonst kann im Winter Feuchtigkeit eintreten und es kann zu Pilzbefall kommen. Wenn nasses Mauerwerk gefriert, sind große (und teure) Schäden möglich. 
  • Wie bereits beschrieben: Entleeren Sie alle Wasserleitungen im Außenbereich. Sonst kann sich gefrorenes Wasser ausdehnen und die Leitungen beschädigen. Draußen montierte Wasserhähne drehen Sie am besten komplett ab, um diese vor Frost zu schützen. 
  • Wer Solaranlagen hat, sollte diese vor dem Winter überprüfen. Sind alle Module an ihrem Platz oder gibt es Verschiebungen? Bei Problemen sollten Sie einen Fachmann kontaktieren. 

So machen Sie Ihren Garten winterfest 

Im Garten geht es vor allem darum, Frost im Winter zu vermeiden. Mit den folgenden Tipps legen Sie das Fundament für einen wunderschönen und blühenden Garten im nächsten Jahr. 

Tipp 7: Pflanzen und Gewässer schützen 

Kübelpflanzen sollten Sie gut einpacken – zum Beispiel mit einer Kokosmatte, die Sie um den Topf wickeln. Das wärmt die Wurzeln und verhindert Frost. Für den oberen Bereich der Pflanze verwenden Sie eine lockere Schutzhülle, damit die Zweige von kaltem Wind verschont werden. Wichtig ist, dass der Schutz locker sitzt. Die Luft muss zirkulieren können, damit keine Feuchtigkeit entsteht! Sie können auch Tannengrün verwenden und die Beete und Pflanzen damit abdecken und schützen. 

Wichtig: Wer einen Teich hat, sollte Pumpe und Filteranlage entfernen, reinigen und über den Winter trocken lagern. Außerdem können Sie einen Teichbelüfter einsetzen, um ein Zufrieren des Wassers zu vermeiden. 

Tipp 8: Den richtigen Standort für Pflanzen wählen 

Ob sensible oder frostharte Pflanzen: Der richtige Standort ist für ein erfolgreiches Überwintern besonders wichtig. Kübelpflanzen sollten Sie zum Beispiel vor Wind schützen und in den Schatten stellen – so verhindern Sie ein Vertrocknen oder Erfrieren der Pflanzen, weil Wind, Sonne & Co. die Pflanzenteile austrocknen. Das gilt auch für immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, die Feuchtigkeit über ihre Blätter verdunsten. Kübelpflanzen stellen Sie, wenn möglich, zum Überwintern in Keller, Schuppen oder Garage. 

Frühlingstipp: Pflanzen Sie im Herbst Narzissen, Anemonen, Krokusse oder Allium. Diese Pflanzen sprießen bereits im Februar und überbrücken die Zeit bis zum blühenden Sommergarten. Graben Sie die Blumenzwiebeln dafür doppelt so tief ein, wie sie hoch sind, einmal angießen und zurücklehnen! 

Tipp 9: Rasen schützen 

Entfernen Sie sämtliches Laub und Fallobst vom Rasen. So vermeiden Sie Fäulnis und braune Stellen – und können das Laub als wärmende Mulchschicht bei Beeten, Hecken oder Sträuchern verwenden. Außerdem sollten Sie Ihren Rasen mähen, um ihn winterfest zu machen. Wir empfehlen eine Länge von vier Zentimetern, damit Sie Rasenkrankheiten durch Schnee vermeiden und Ihr Rasen die wenigen Sonnenstrahlen im Winter optimal aufnehmen kann. 

Tipp 10: Hecke schneiden 

Ob Thujen, Liguster oder Hainbuche: Schneiden Sie Ihre Hecke vor dem ersten Frost. So kann die Hecke die Schnittstelle rechtzeitig verschließen und Sie vermeiden, dass Frost die Äste beschädigt. Unter der Hecke können Sie gesammeltes Laub verteilen und Ihre Hecke vor Feuchtigkeitsverlust, Frost und Erosion schützen.

Wichtig: Achten Sie im Garten auch darauf, ob Ihr Eigentum vor Sturm geschützt ist. Vor allem im Herbst kann es zu Beschädigungen durch starken Wind kommen. Kontrollieren Sie den Garten auf Gegenstände wie Gartenstühle, totes Holz in Bäumen und Dekoelemente. Diese können sich bei Sturm lösen und das Haus beschädigen. Im Falle eines Schadens, dokumentieren Sie diesen genau mit Fotos, bevor Sie Ordnung schaffen. Diese Dokumentation hilft Ihnen bei der späteren Schadensmeldung und Erstattung durch die Versicherung.

Wir hoffen Sie haben ein paar hilfreiche Tipps gefunden und Haus und Garten sind winterfest und gut geschützt. Jetzt wünschen wir Ihnen einen entspannten und ruhigen Winter. Genießen Sie die kalte Jahreszeit bei einer Tasse warmen Tee. Sie sind eingeladen, spannende Artikel rund um das Thema Haus & Boden im Blog von MPW Immobilien zu lesen.